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MEDIATION

Früher bezeichnete das lateinische Wort “Mediator” den Vermittler zwischen Gott und Menschen.

In der ökonomischen Welt von heute bezeichnet Mediation eine Dienst-leistung zur Vermittlung zwischen Streit- & Konfliktparteien, die von unterschiedlichen Berufsgruppen angeboten wird – meist Anwälten.

Einige Rechtschutzversicherungen übernehmen sogar die Kosten dafür.

Mediation kann aber auch bei zerstrittenen Familien oder bei starken Partnerschaftskonflikten zum Einsatz kommen, um eine Familie oder eine bedrohte Ehe zum “Wohle aller” zu “retten”.

WANN NUTZT MEDIATION ?

Mediation nützt immer dann, wenn der Wille zur Einigung bei allen “Parteien” grundsätzlich vorhanden ist, die Verhandlungen oder Diskussionen aufgrund von Konflikten aber nicht vorankommen.

Zudem sind die Kosten einer Einigung deutlich niedriger als die Kosten eines Rechtsstreits oder einer Trennung.

Es ist klar das persönliche Motive bei diesem Konflikt eine Rolle spielen. Bei einer Einigung soll möglichst keine der Beteiligten Personen das Gesicht verlieren.

ZIELE DER MEDIATION

Das erste Ziel der Mediation ist es, eine Eskalation des Konfliktes zu vermeiden und eine “Lose-Lose” Situation abzuwenden. Danach sollen die Konfliktpartner wieder ins Gespräch kommen und gemeinsam mit dem Mediator an einer fairen Lösung arbeiten.

Mediation soll die Kräfte beider Parteien schonen, die Konfliktfähigkeit stärken und Diskussionen ermöglichen, die in einem Gerichtsverfahren unmöglich wären. Sie soll Verfahrenskosten einsparen und eine diskretes Umfeld zur Konfliktbearbeitung schaffen.

ABLAUF EINER MEDIATION

  • 1. Auftragsklärung & Überblick der Konfliktfelder 

Die Rolle des Mediators wird festgelegt; bestehendene Kern-Konfliktpunkte & verbundene Themen werden gesammelt & erörtert.

  • 2. Vertiefung der Konflikthintergründe

Hier werden die Vorgeschichte des Konfliktes, die offenen und verdeckten Interessen und Bedürfnisse jeder Partei analysiert. Auch die Konfliktfähigkeit der Konfliktpartner wird gestärkt, indem Sie lernen die Person und die Sache voneinander zu trennen, besser zuzuhören und die Konfliktfaktoren des jeweils anderen anzuerkennen.

Insgesamt verstehen die Konfliktparteien die Dynamik Ihres Konfliktes besser und können dadurch bei der weiteren Lösung der Konflikte entspannter miteinander umgehen.

  • 3. Erarbeitung von Lösungsoptionen im Interesse von beiden beteiligten Konfliktparteien

In der dritten Phase werden die Lösungen erarbeitet, die sich am meisten mit den Interessen und Bedürfnissen beider Partner decken. Meist ist die beste Lösung in Koflikten eine, in der jede Partei etwas verliert – aber insgesamt mit dem Ergebnis leben kann.

  • 4. Mediationsergebnis

In einem abschliessenden Mediationsvertrag werden die beidseitig akzeptierten Lösungen festgehalten und Fristen zur Umsetzung vereinbart. Die Mediation kann auch ohne Ergebnis enden.

VORTEILE PSYCHOLOGISCHER MEDIATION

Durch ihre psychosoziale Ausbildung und Berufserfahrung lernen Psychologen und Psychotherapeuten die Probleme der Konfiktparteien in Bereichen wie Persönlichkeit, persönliche Bedürfnisse, Lebensgeschichte & Familiendynamik sowie das Zusammenspiel dieser Faktoren oft besser zu erkennen & richtiger zu gewichten als Anwälte.

Oft werden von den Konfliktparteien unbewusst ungeschriebene psychologische Regeln verletzt (wie z.B. der Loyalität, des Familienranges oder des Ausgleichs), die es  auf persönlicher Ebene unmöglich machen, einer bestimmten Lösung zuzustimmen, selbst wenn sie ökonomisch fair und sachlich gerecht erscheint.

Jeder Mensch hat eine Art “psychologische Buchführung”. Die eigentlichen Probleme können deshalb sehr weit zurück liegen und nur im aktuellen Konflikt ausgetragen werden.

Die erforderlichen Einsichten und Zugeständnisse, die zur Lösung beitragen, können in solchen Fälle sehr einfach sein.

Die Vorteile einer psychologisch moderierten Mediation liegen also eindeutig in der zweiten Phase der Mediationsprozesses.

Werden hier die richtigen Konfliktfaktoren identifiziert und bearbeitet, löst sich die zähe Verhandlung durch gegenseitiges Verständnis und entsprechende Zugeständnisse (die nicht materieller Natur sein müssen) oft in verblüffend schneller Einigkeit auf.

VORTEILE ANWALTLICHER MEDIATION

Anwälte werden im Studium in der Struktur des Mediationsprozesses gut ausgebildet. Zudem kennen Sie die Rechtslage in einzelnen Streitgebieten deutlich besser als Psychologen. Sie können dadurch den Konfliktparteien mehr Verhandlungsoptionen anbieten.

Der Vorteil anwaltlich moderierter Mediation liegt demzufolge in einer allgemein guten Strukturierung und fachlich mehr im dritten Teil des Mediationsprozesses.

Anwälte laufen aufgrund Ihres weniger geschulten Blickes für die eigentlichen Bedürfnisse der Konfliktparteien jedoch eher Gefahr, zu psychologisch unausgereifte Lösungsoptionen zu erarbeiten.

MEDIATION & ABRECHNUNG

Die Praxis bietet aussergerichtliche oder prozessbegleitende Mediation als freie Dienstleistung mit einem individuellen Mediationsvertrag an.

Zum ersten Termin wird eine Gesprächsgebühr von 25 Euro /Stunde erhoben und in bar beglichen.

In der Folge gilt der gemeinsam ausgehandelte Mediationsvertrag.